Bahn setzt weiter auf Schleifzüge von Vossloh aus Werdohl

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Bahn setzt weiter auf Schleifzüge von Vossloh aus Werdohl

Die Deutsche Bahn verlängert den Einsatz von Hochgeschwindigkeitsschleifzügen des Werdohler Bahntechnik-Konzerns Vossloh um ein weiteres Jahr. Dadurch werden Schienen ohne Fahrplaneinschränkungen gepflegt und der Lärm für Anwohner spürbar reduziert.

© Vossloh AG

40.000 Kilometer Gleise während des Betriebs geschliffen

Um das hochbelastete deutsche Schienennetz in Stand zu halten, verlängert die DB InfraGO die Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Vossloh aus Werdohl. Mit speziellen Zügen werden die Gleise präventiv geschliffen und vermessen, ohne dass Strecken dafür gesperrt werden müssen. Die Arbeiten laufen laut Vossloh vollständig im regulären Fahrplan ab. Seit 2023 wurden so bereits rund 40.000 Kilometer Schienen im Rahmen des laufenden Betriebs bearbeitet.

Hochgeschwindigkeits-Wartungszug mit Sensor-Technologie

Bei der sogenannten High-Speed-Grinding-Technologie erfassen Sensoren den Zustand der Schienen in Echtzeit während der Fahrt. Zum Einsatz kommen unter anderem Laser für die Profilmessung und Wirbelstromsonden, die feine Risse im Metall aufspüren. Die gesammelten Daten ermöglichen anschließend eine digitale und teilautomatisierte Planung der weiteren Instandhaltung. Der Hochgeschwindigkeitsschleifzug von Vossloh gilt als die weltweit schnellste Schleifmaschine für den Bahnverkehr - er kommt bereits international zum Einsatz.

Schienenfehler früh erkennen: Weniger Baustellen, weniger Lärm

Für Zugreisende sowie den Güterverkehr bedeutet die Methode insgesamt weniger Einschränkungen. Durch die rollende Instandhaltung wurden nach Angaben des Dienstleisters bislang über 4.800 Stunden an zusätzlicher Netzkapazität gewonnen. Wenn Schienenfehler frühzeitig erkannt und ausgebessert werden, verringert sich die Zahl der künftigen Baustellen und Langsamfahrstellen im Netz spürbar. Auch Anwohner an Bahnstrecken profitieren: Das regelmäßige Schleifen reduziert die Rollgeräusche der Züge um bis zu zehn Dezibel. Da die Pflegezüge im fließenden Verkehr mitfahren, kommt es durch diese Arbeiten zu keinen streckenbedingten Umleitungen oder Sperrungen. Bereits bei der Modernisierung der Hauptverkehrstrassen der Deutschen Bahn hatte Vossloh gezeigt, dass sich mit seiner Technologie Sperrzeiten deutlich verkürzen lassen.