72 Menschen im Märkischen Kreis eingebürgert

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72 Menschen im Märkischen Kreis eingebürgert

Im Märkischen Kreis haben 72 Menschen aus 24 verschiedenen Herkunftsländern die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten. Bei der Einbürgerungsfeier im Kreishaus Lüdenscheid reichte die Altersspanne vom dreijährigen Kind bis zur 65-jährigen Frau.

© Ulla Erkens / Märkischer Kreis

Einbürgerungsfeier im Kreishaus Lüdenscheid

Im Kreishaus Lüdenscheid sind 72 Menschen aus 24 verschiedenen Herkunftsländern in die deutsche Staatsbürgerschaft aufgenommen worden. Die Altersspanne reichte dabei vom jüngsten neuen Staatsbürger, einem drei Jahre alten Kind aus Serbien, bis hin zu einer Frau aus der Türkei, die sich mit 65 Jahren ganz bewusst für die deutsche Staatsangehörigkeit entschieden hat. Die Hälfte der neu Eingebürgerten ist jünger als 40 Jahre.

Heute geht es mehr als um einen Pass oder eine Urkunde. Es geht um Menschen, die sagen: Ich gehöre dazu. Sie haben hier Ihr Zuhause gefunden, arbeiten hier, leben hier und gestalten unsere Gesellschaft mit. Dass Sie eingebürgert werden, freut uns sehr. Denn eine Gesellschaft lebt davon, dass Menschen sich einbringen und Verantwortung übernehmen.“ - Leslie Kamphuis, Fachbereichsleiterin Märkischer Kreis

Feierliches Bekenntnis und Nationalhymne im Märkischen Kreis

Alle Frauen und Männer ab 16 Jahren legten im Rahmen der Feier ein feierliches Bekenntnis ab. Darin verpflichteten sie sich, die Gesetze sowie das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland zu achten. Im Anschluss bekamen sie ihre Einbürgerungsurkunden sowie jeweils ein Exemplar des Grundgesetzes. Damit können in den zuständigen Rathäusern nun Personalausweise und Reisepässe beantragt werden. Zum Abschluss der Veranstaltung sangen alle Anwesenden gemeinsam die deutsche Nationalhymne.

Diese Voraussetzungen gelten für die Einbürgerung

Wer die deutsche Staatsangehörigkeit beantragen möchte, muss mehrere Bedingungen erfüllen. Dazu gehören ein mindestens fünfjähriger legaler Aufenthalt in Deutschland sowie der Nachweis von Sprachkenntnissen und kulturellem Wissen. Außerdem müssen Antragstellerinnen und Antragsteller in der Lage sein, ihren Lebensunterhalt ohne staatliche Hilfe zu sichern. Die Einbürgerung gilt dabei als wichtiger Schritt in Richtung Integration und gesellschaftliche Teilhabe. Im Jahr 2025 gab es im Märkischen Kreis insgesamt 1.571 Einbürgerungen – rund 28 Prozent mehr als im Vorjahr mit 1.231 Fällen.

Herkunftsländer und Wohnorte der neuen Staatsbürger

Die größte Gruppe der neu Eingebürgerten stammt aus der Türkei (16 Personen), gefolgt von Serbien (13) und Syrien (6). Weitere Herkunftsländer mit mehreren Personen sind Griechenland, Polen und Russland mit jeweils 4 sowie Iran und Rumänien mit jeweils 3 Neubürgerinnen und Neubürgern. Die übrigen stammen unter anderem aus Afghanistan, Albanien, Algerien, Armenien, Bosnien-Herzegowina, Indonesien, Irak, Italien, Kasachstan, Kolumbien, Libanon, Nigeria, Nordmazedonien, Somalia, der Ukraine und den USA.

Bei den Wohnorten führt Hemer mit 18 neuen Staatsbürgerinnen und Staatsbürgern die Liste an, vor Menden mit 11 und Meinerzhagen mit 10. Auch in Altena (9), Halver (8) und Kierspe (5) haben sich mehrere Menschen einbürgern lassen. Die restlichen verteilen sich auf Plettenberg (4), Balve, Neuenrade und Werdohl (jeweils 2) sowie Schalksmühle (1).