Imkerverein in Menden kämpft gegen Asiatische Hornisse
Veröffentlicht: Dienstag, 25.08.2026 07:50
Der Imkerverein Menden will mit einer speziellen Carbon-Lanze gegen die gefährliche Asiatische Hornisse vorgehen. Dafür bittet der Verein jetzt um Unterstützung.
Imker wollen lange Carbon-Lanze anschaffen
Um die Ausbreitung der invasiven Asiatischen Hornisse einzudämmen, plant der Imkerverein Menden die Anschaffung einer speziellen Bekämpfungslanze. Laut dem Vorsitzenden Michael Blum lässt sich das Carbon-Gerät auf bis zu 30 Meter ausziehen. Mit Kohlenstaub oder heißem Dampf können die Insekten damit gezielt unschädlich gemacht werden.
Asiatische Hornisse vernichtet ganze Bienenvölker
Der Einsatz dieser Lanzen ist laut dem Verein gerade jetzt zwingend notwendig. Die Tiere ziehen aktuell von ihren bodennahen Nestern in die Kronen hoher Bäume um, wo sie anders kaum erreichbar sind. Die Asiatische Hornisse gilt als hochgradig gefährlich für die heimische Natur, da sie in nur einem Jahr ein komplettes Bienenvolk fressen kann.
Bei Störungen drohen lebensgefährliche Angriffe
Auch für Menschen kann die Hornissenart bei Störungen schnell lebensgefährlich werden, da hunderte Tiere gleichzeitig angreifen können. Wer den Imkerverein beim Kauf der Lanze finanziell unterstützen möchte, kann hier klicken. Die Asiatische Hornisse breitet sich seit 2014 in Deutschland aus. Sie baut im Frühjahr zunächst ein handballgroßes Nest in Bodennähe. Im Sommer folgt das bis zu einen Meter große Filialnest, das freihängend in oft über zehn Metern Höhe gebaut wird. Selbst 30 Meter sind keine Seltenheit. Um die vesteckten Nester im Blätterdach zu finden, setzt der Imkerverein auch Peilsender ein, mit dem zuvor gefangene Hornissen bestückt werden.