Brandgeruch im MK: Feuerwehr bittet um Zurückhaltung
Veröffentlicht: Freitag, 14.08.2026 13:15
An vielen Stellen im Märkischen Kreis ist derzeit Brandgeruch wahrnehmbar. Die Feuerwehr erklärt, woher der Geruch stammt - und bittet darum, die 112 nur bei eindeutigen Hinweisen auf ein Feuer zu wählen.
Iserlohn, Menden, Hemer: Brandgeruch löst Notrufe aus
An vielen Stellen im Märkischen Kreis ist derzeit Brandgeruch in der Luft. Das teilt die Feuerwehr mit. Besonders in Iserlohn, Menden und Hemer wählen derzeit viele Menschen den Notruf 112, weil sie einen Waldbrand in der Nähe vermuten. Nach Einschätzung der Feuerwehr stammt der Geruch aber mutmaßlich von den umliegenden Waldbränden außerhalb des Märkischen Kreises – nicht von einem aktuellen Einsatz im Kreisgebiet selbst.
Feuerwehr bittet: 112 nur bei eindeutigen Hinweisen wählen
Die Feuerwehr weist ausdrücklich darauf hin, dass die vielen Anrufe die Leitstelle belasten. Wer Brandgeruch wahrnimmt, aber keine eindeutigen Hinweise auf ein Feuer in der unmittelbaren Umgebung hat – etwa sichtbare Flammen oder starke Rauchentwicklung direkt vor Ort –, sollte auf einen Notruf verzichten. Die Feuerwehr bittet darum, die 112 nur dann zu wählen, wenn ein Brand tatsächlich erkennbar ist. Andernfalls sind die Einsatzkräfte durch unnötige Einsätze gebunden und kommen bei echten Notfällen nicht mehr hinterher.
Waldbrand am Sorpesee in Sundern als möglicher Auslöser
Der Brandgeruch im Märkischen Kreis hängt mutmaßlich mit einem großflächigen Waldbrand zusammen, der seit dem Vortag in Sundern-Stemel nahe dem Sorpesee brennt. Die Ausmaße des Brandes sind nach Angaben der Feuerwehr bis in den Märkischen Kreis wahrnehmbar. Einsatzkräfte kämpfen dort seit Stunden gegen das Feuer. Den aktuellen Stand zum Einsatz gibt es hier.
Evakuierungen im Kreis Düren - Lage in NRW angespannt
Die Waldbrandsituation beschränkt sich nicht auf die Region rund um den Märkischen Kreis. Im Kreis Düren in NRW mussten wegen eines angrenzenden Waldbrandes bei Hürtgenwald bereits rund 2.000 Menschen eines Ortsteils ihre Häuser verlassen. Möglicherweise stamme der Rauch auch von hier, das sei hingegen "unklar". Der Waldbrand in der Eifel ist mit 200 Hektar nach Einschätzung der Landesregierung der größte in der Geschichte von Nordrhein-Westfalen. Nach Angaben des Kreises Düren sind sogar rund 300 Hektar Wald betroffen – das entspricht etwa 420 Fußballfeldern.
«Wir wüssten zumindest nicht, dass es einen Waldbrand gab, der daran herangereicht hat», sagte NRW-Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen (CDU) bei einem Besuch der Einsatzkräfte.
Die Lage zeigt, wie ernst die Waldbrandgefahr in NRW derzeit ist. Wie die anhaltende Hitze und Trockenheit auch die Wälder und Bäume im Märkischen Kreis belasten, zeigt auch das Gespräch mit Stadtförsterin Julia Borghoff.