Linke kritisiert Hitzeschutz bei der Stadt Iserlohn
Veröffentlicht: Donnerstag, 13.08.2026 07:17
Die Fraktion Die Linke im Iserlohner Stadtrat hakt beim Thema Hitzeschutz für städtische Mitarbeiter nach. Laut der Fraktion widersprechen sich die Aussagen der Verwaltung und des Personals deutlich.
Hitzeschutz für städtische Mitarbeiter: offizielle Anfrage an Iserlohns Bürgermeister
Die Fraktion Die Linke hat sich mit einer formellen Anfrage an den Iserlohner Bürgermeister gewandt. Hintergrund ist der Hitzeschutz für die Beschäftigten der Stadtverwaltung. Laut Angaben der Linken hatte die Verwaltung zuvor berichtet, dass bereits diverse Schutzmaßnahmen umgesetzt worden seien. Nun fordert die Fraktion in elf detaillierten Fragen eine schriftliche Stellungnahme bis zum 15. August.
Iserlohner Verwaltung spricht von Hitzeschutzmaßnahmen
Auslöser für das Nachhaken sind Rückmeldungen des Personalrats sowie von Mitarbeitern verschiedener städtischer Einrichtungen. Nach Angaben der Linken zeichnen diese ein völlig anderes Bild als die Verwaltungsspitze. So fehle es vielerorts an Mineralwasser, intakten Trinkwasserleitungen und gekühlten Aufenthaltsbereichen. Zudem seien angekündigte Handlungsspielräume, wie flexible Arbeitszeiten, von den Führungskräften offenbar kaum an die Belegschaft kommuniziert worden.
Personalrat und Mitarbeiter bemängeln fehlendes Wasser und kühle Räume
Die Stadtverwaltung hat nun bis Mitte August Zeit, auf die Fragen der Fraktion zu antworten. Dabei soll auch geklärt werden, welche Konsequenzen aus den Beschwerden der Mitarbeiter gezogen werden und wie die Diskrepanz zwischen den Aussagen der Chefetage und der Belegschaft zustande kommt.
Antworten der Stadt werden bis Mitte August gefordert
Die Linke möchte mit ihrer Anfrage unter anderem klären, an welchen Standorten die Getränkeversorgung tatsächlich sichergestellt ist und wo es gesundheitlich unbedenkliches Leitungswasser gibt. Auch die Dokumentation von Raumtemperaturen an den Arbeitsplätzen wird von der Stadt eingefordert. Besonders kritisch sehen Mitarbeiter laut der Linken die Situation in Bereichen mit festen Öffnungs- und Betreuungszeiten. Aus städtischen Kitas wurde beispielsweise gemeldet, dass frühere Arbeitszeiten ab 6 Uhr oder Homeoffice gar nicht machbar seien und längere Pausen oft am engen Personalschlüssel scheitern. Ähnliche Probleme gebe es auch beim Bürgerservice, der OGS oder im Außendienst.