Metall- und Elektro-Branche etwas zuversichtlicher
Veröffentlicht: Freitag, 09.01.2026 07:36
Die Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie in der heimischen Region blicken etwas optimistischer in der Zukunft. Das zeigt die aktuelle Umfrage des Märkischen Arbeitgeberverbandes (MAV). Dennoch fordert der Verband weitere Reformen für Bürokratieabbau und Kostensenkung.
Geschäftslage im Nordkreis bleibt angespannt
Viele mittelständische Betriebe der Metall- und Elektroindustrie in Hagen, dem Ennepe-Ruhr-Kreis und dem nördlichen Märkischen Kreis stehen weiterhin unter erheblichem Druck. Laut der aktuellen Konjunkturumfrage des Märkischen Arbeitgeberverbandes bewertet knapp jedes zweite Unternehmen die derzeitige Geschäftslage als schlecht. Die wirtschaftlichen Herausforderungen sind nach wie vor groß, insbesondere angesichts der angespannten Weltpolitik und steigender Kosten. Dennoch zeigt sich ein leichter Hoffnungsschimmer: Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Stimmung in den heimischen Unternehmen etwas aufgehellt.
Bessere Zukunftserwartungen auch im nördlichen Märkischen Kreis
Beim Blick in die Zukunft sind die Unternehmen im Nordkreis weniger pessimistisch als noch vor einem Jahr. Nur noch rund jedes fünfte Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie blickt skeptisch auf die kommenden Geschäfte. Im Vorjahr war es noch fast jedes zweite Unternehmen, das mit Sorge in die Zukunft sah. Dieser Wandel deutet auf eine vorsichtige Zuversicht hin, die sich auch in steigenden Investitionen widerspiegelt. Erstmals seit längerer Zeit nehmen die Investitionen in der Region wieder zu, was als positives Signal für den Wirtschaftsstandort Nordkreis gewertet werden kann.
MAV fordert Reformen für den Nordkreis
Trotz der leichten Verbesserung der Stimmung sieht der Märkische Arbeitgeberverband weiterhin strukturelle Probleme im Nordkreis. Besonders die hohen Energie- und Arbeitskosten sowie die umfangreiche Bürokratie belasten die Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie. Der MAV fordert deshalb weitere Reformen, um die Rahmenbedingungen für Investitionen und Wachstum nachhaltig zu verbessern. Zwar habe die Bundesregierung erste Weichen gestellt, doch bis diese Maßnahmen greifen, werde es noch Zeit brauchen. Der Verband bleibt daher bei seiner Forderung nach einem konsequenten Bürokratieabbau und einer spürbaren Senkung der Kosten für die heimischen Betriebe.