Schweinepest: Märkischer Kreis bisher verschont geblieben
Veröffentlicht: Mittwoch, 18.06.2025 08:09
Im benachbarten Kreis Olpe wurde vergangenes Wochenende der erste Fall der afrikanischen Schweinepest festgestellt. Im Märkischen Kreis ist die Krankheit noch nicht angekommen.
Schweinepest im Kreis Olpe nachgewiesen
Im benachbarten Kreis Olpe findet man am vergangenen Wochenende ein Wildschwein und stellt die afrikanische Schweinepest fest. Das ist damit der erste bestätigte Fall der Krankheit in NRW. Am Dienstag wird vom Kreis dann eine Tierseuchenverordnung erlassen. Das bedeutet, dass 15 Kilometer rund um den Fundort eine infizierte Zone herrscht. Dort gelten jetzt Auflagen für Schweinehalter, Jäger und Hundebesitzer.
Fälle im Märkischen Kreis bald möglich
Bei uns im Märkischen Kreis ist laut dem Kreisveterinäramtes noch kein Fall der Afrikanischen Schweinepest bekannt, eine Übertragung ist aber durchaus möglich. Aus diesem Grund müssen die Haus- und Wildschweine verstärkt überwacht werden. Das geschieht bereits seit erstem Auftreten der Seuche im Jahr 2020. Zuletzt gab es im Märkischen Kreis die Blauzungenkrankheit, die vor allem Rinder und Schafe betroffen hat.
Was mache ich, wenn ich ein Wildschwein finde?
Wenn ihr ein totes Wildschwein entdeckt, solltet ihr auf jeden Fall Abstand halten und das Tier nicht anfassen. Den Ort wo das Wildschwein liegt, könnt ihr an einen Jäger, das Veterinäramt oder auch das Ordnungsamt melden.
Schweinebetriebe im Märkischen Kreis
Im Märkischen Kreis gibt es laut Kreisveterinäramt knapp 100 landwirtschaftliche Betriebe mit Schweinen. Mehr als die Hälfte sind kleinere, teilweise auch private Betriebe oder auch Hofläden. Diese Betriebe besitzen maximal 10 Schweine. In ganz NRW leben laut statistischem Landesamt fast 6 Millionen Schweine in landwirtschaftlichen Betrieben.